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Ein Blick in die Statistiken genügt um festzustellen, dass auch heute – im Zeitalter der Digitalisierung – Gender Equality und Diversität keinesfalls eine Selbstverständlichkeit sind. Gerade in technischen Berufen sind Frauen immer noch in der Minderheit. Dabei prägt Technologie unseren Alltag, genauso wie unsere Zukunft. Zeit also, dass sich hier etwas ändert.

Zeit für Female Empowerment

Genau das möchten Sabrina von Nessen und Sandrine de Vries mit ihrem neuen Buch „Female Empowerment– Women in Tech“ erreichen. Sie haben 25 Frauen – darunter auch mich – zu ihren Erfahrungen befragt und diese Berichte in einem Mut machenden, richtungsweisenden Buch veröffentlicht. Denn aller Statistiken zum Trotz: Es gibt bereits viele inspirierende Frauen, die in technischen Berufen erfolgreich unterwegs sind und als echte Vorbilder dienen können.

Das Buch gibt einen spannenden Einblick in die Herausforderungen, die Frauen mit technischen Berufen und in der Digitalisierung erwarten und verdeutlicht, wie sehr gegenseitige Unterstützung, Sichtbarkeit und Empowerment den Erfolg von in technischen Berufen beeinträchtigen.

Meine Geschichte

 Auszug aus dem Buch:

„Mein Einstieg in die Technik war vermutlich meine angeborene Neugierde. Ich wollte und will nach wie vor wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält! Ich war sehr früh gut in
Mathe. Bevor ich in die Schule kam, konnte ich bereits rechnen und lesen.
Logische Abfolgen und Prozesse haben mich zeitlebens gereizt.

Nach dem Abitur konnte ich im Rahmen eines Praktikums bei Robert Bosch das erste Mal in ein technisches Unternehmen hineinschnuppern. Während dieser Zeit habe ich mich entschieden, Ernährungs- und Haushalts-Technik an der FH Trier zu studieren. Das Studium verband klassische Themen wie Ernährung, Psychologie und Pädagogik mit Verfahrens-, Maschinen- und Gerätetechnik und Biochemie. Meine Diplomarbeit habe ich bei der Ruhrgas
in Dortmund geschrieben zum Thema ‚Formaldehyd-Entstehung bei der Verbrennung von Erdgas im Gasherd’. Das war ein spannendes Thema – Schadstoffe nicht nur in der Natur, sondern auch in Innenräumen. Ich war eine der Ersten, die sich damit beschäftigt hat.

Später habe ich eine Weiterbildung zur Fachfrau Datenbank-Administration gemacht. Das war
1987. Ich habe in die Großrechner-Programmierung, Cobol, Pascal und ein bisschen in Assembler hineingeschnuppert und war eine der Pioniere der PCNutzung.

Ende 1988 wurde ich durch das Heinz-Piest-Institut an der Universität Hannover
eingestellt für ein Forschungsvorhaben zur Erprobung und Erarbeitung eines Nahwärmelieferung-Konzeptes in Deutschland. Es war ein mit drei Millionen Mark finanziertes Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem TÜV Essen und einem Hamburger Heizungsbauer. Neben der Projektleitung habe ich Oracle programmiert und Daten- und Testreihen aufgebaut.

Das Forschungsvorhaben hat sich sehr gut entwickelt und versprach, ein neues Geschäftsfeld für Deutschland zu werden. Aus diesem Grund haben die Projektbeteiligten im Jahr 1990 den Verband für Wärmelieferung e. V. gegründet. Ich war mit damals 26 Jahren Gründungsmitglied. Als Geschäftsführende Vizepräsidentin habe ich den Verband durch die Aufbauzeit hin zur Konsolidierung und zur Etablierung des gesamtdeutschen Marktes geführt.

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Wie ich mich in dieser Männerdomäne gefühlt habe, welche Erfolgsfaktoren ich rückblickend identifizieren konnte und was 24 andere, inspirierende Frauen über ihren Weg in die Tech-Branche zu berichten haben, das erfährst du im Buch.


Viel Freude beim Lesen!

Dein AKUT Coach Birgit Arnold

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